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Chronik

Chronik der Feuerwehr Eckersdorf

 

Gegründet wurde die Feuerwehr 1873. Während des Krieges 1942 wurde die erste Motorspritze angeschafft, die heute noch im Feuerwehrmuseum Bayreuth besichtigt werden kann. 1953 wurde ein neues Feuerwehrhaus gebaut, das heute als Kelterhaus genutzt wird. Dieses Feuerwehrhaus ersetzt das bisherige, das heutige Wiegehäuschen. Das erste Feuerwehrauto, ein gebrauchtes TSF, wurde 1968 angeschafft und erhöhte den Einsatzwert der Wehr erheblich. Als im Jahr 1977 noch ein TLF angeschafft wurde, war klar, dass das bisherige Feuerwehrhaus zu klein war. Vorübergehend war das TLF in einer benachbarten Halle untergebracht. 1983 baute die Gemeinde das alte Schulhaus in der Kanzleistraße zum Feuerwehrhaus um. Die Feuerwehr leistete bei diesem Umbau tatkräftige Unterstützung, um die Kosten gering zu halten. Ebenso leisteten die Aktiven ihren Beitrag bei der Dachsanierung und dem Fassadenanstrich im Jahre 1991 mit ca. 1500 Helferstunden. Diese Tradition, dass Feuerwehrmänner und –Frauen mit anpacken, wenn „ihr Feuerwehrhaus“ renoviert oder modernisiert wird, hat sich bis heute fortgesetzt. So konnte der Gemeinde bis heute hohe Kosten erspart werden.

Als 1988 das bisherige TSF den Segen des TÜV nicht mehr erhielt, kaufte die Gemeinde ein neues TSF, das bis heute noch im Einsatz ist. Nach mehr als 29 Jahren war die Pumpe nicht mehr zu reparieren, deshalb wurde im Jahr 2004 eine neue, moderne TS 8/8 angeschafft. Im Jahre 1989 wurden 35 Funkmeldeempfänger angeschafft, um eine effektive Alarmierung zu gewährleisten. Anlässlich unseres Gründungsfestes im Jahre 1993, wurde eine rund 7.500 D-Mark teure Fahne eingeweiht. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der FF erfolgte ebenfalls im Jahre 1993 als Rettungsschere und  -spreizer, Rettungszylinder und Hebekissen angeschafft wurden. Somit war die Wehr der steigenden Anzahl von Verkehrsunfällen auf der viel befahrenen B22 gewachsen. Ein lang gehegter Wunsch der Wehr, insbesondere des damaligen Kommandanten, ging 1999 mit der Anschaffung eines gebrauchten MZF in Erfüllung. Aus Platzgründen wurde dieses Fahrzeug in einer ebenfalls neu angeschafften, vom Feuerwehrverein bezahlten Garage bei der Volksschule untergebracht. Dieses Fahrzeug wurde von Feuerwehrangehörigen zum Einsatzleitfahrzeug (neue Lackierung, Funkeinbau etc.) umgebaut. Die nächste größere Anschaffung für die Feuerwehr erfolgte im Jahr 2001. Weil es für unsere bisherigen Atemschutzgeräte keine Ersatzteile mehr gab, wurde die Wehr mit vier Überdruckatemschutzgeräten sowie 24 Masken und 30 Überjacken ausgestattet.

Die im Jahre 1967 gegründete Jugendgruppe macht immer wieder im Landkreis bei Jugendleistungsmärschen auf sich aufmerksam. Das belegt eine Vielzahl von Pokalen im Feuerwehrhaus. So gewannen die Jugendlichen zum Beispiel in den Jahren 1995, 1996 und 1998 die Jugendleistungsmärsche der Inspektion 2 und bekamen somit den Wanderpokal in ihren Besitz. Zurzeit sieht es in Eckersdorf mit der Nachwuchsarbeit gut aus, da mit der Zusammenarbeit der Jugendgruppen mehrerer Wehren der Gemeinde die richtigen Weichen gestellt wurden.

Bei der Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes Bayreuth 1994 war die Feuerwehr Eckersdorf Gründungsmitglied. Als der Kreisfeuerwehrverband Bayreuth im Jahr 2002 Freiwillige für den Hochwassereinsatz in Sachsen suchte, waren zehn Aktive sofort bereit, dort zu helfen.

Im Jahre 1988 wurde der 14. Löschzug Eckersdorf zusammen mit der Nachbarwehr aus Donndorf gegründet. Daraus ist eine gute Zusammenarbeit bei Einsätzen und Übungen entstanden. Beide Wehren rücken an Werktagen tagsüber zusammen zu Einsätzen in der Gemeinde Eckersdorf aus.

In der Gemeinde Eckersdorf wurde 1999 der Kreisjugendfeuerwehrtag an der Volksschule Eckersdorf ausgerichtet. Mit großem Einsatz der Mitglieder, war dieser Tag ein voller Erfolg. Dem großen Einsatz der Mitglieder, aktiver sowie passiver ist es zu verdanken, dass im Jahre 1999 im Feuerwehrhaus Eckersdorf eine Krenfleischkerwa abgehalten werden konnte. Die Krenfleischkerwa wurde von Jahr zu Jahr größer und ist heute aus dem Terminkalender der Feuerwehr sowie der Eckersdorfer Bevölkerung nicht mehr wegzudenken. Am gemeindlichen Dorffest beteiligt sich die Feuerwehr ebenfalls, um zum guten Gelingen beizutragen.

Beide Veranstaltungen finden am dritten Wochenende im September statt. Die enge Verbundenheit zwischen Feuerwehr und Feuerwehrverein zeigt sich darin, dass der Erlös aus Kerwa und Dorffest in die aktive Wehr einfließt. So konnten 2001 durch den Feuerwehrverein 13 Spinde für die Aktiven angeschafft werden. Im Jahre 2002 spendierte der Feuerwehrverein noch mal 22 Spinde, damit jeder Aktive über einen eigenen Feuerwehrspind verfügt. Der gesamte Betrag, der bis heute in die aktive Wehr investiert wurde, beträgt mehr als 25.000 €.

Das Einsatzgebiet erstreckt sich bis zur Stadtgrenze Bayreuth, auf der B 22 bis fast nach Hollfeld, in Richtung Heinersreuth sowie in Richtung Mistelgau. Mit ca. 30 – 35 Einsätzen im Jahr braucht sich die Feuerwehr nicht über Langeweile zu beklagen. Schwere Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße 22 und den umliegenden Staatsstraßen fordern immer wieder körperlich und seelisch alles von den Wehrmännern und –frauen. Die regelmäßige Abnahme der Leistungsprüfung Wasser sowie Technische Hilfeleistung ist in Eckersdorf selbstverständlich.

Einen der wohl spektakulärsten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr mussten die Aktiven am 15. August 2000 absolvieren, als in Eckersdorf die gerade frisch renovierte St. Ägidius Kirche brannte. Beim Eintreffen loderten die Flammen bereits aus den Türen, worauf sofort die Alarmstufe 3 ausgelöst wurde. Wie sich herausstellte, brannten mehrere Sitzbänke sowie die darüber liegende Empore. Das Feuer konnte mit nur 3 C-Rohren schnell bekämpft werden. Die anschließende Brandwache forderte die Wehr noch mehr als 14 Stunden. Im Nachhinein betrachtet, war der Brand relativ glimpflich abgegangen, aber die Schäden durch Ruß waren so erheblich, dass die gesamte Kirche mit einem Aufwand von ca. 500.000 D-Mark renoviert werden musste.

Das alte Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Eckersdorf in der Kanzleistraße verfügte über einen Unterrichtsraum, der bis zu 80 Leute aufnehmen konnte. Für die Fitness der Feuerwehrleute wurde im Dach ein Fitnessraum auf Kosten des Feuerwehrvereins eingerichtet. Dieser Raum wurde von den Jugendlichen der Feuerwehr als Jugendraum genutzt. Auch wenn das Feuerwehrhaus schon mehr als 200 Jahre auf dem Buckel hat, wurde es von den Feuerwehrkameraden und -innen geliebt. Im Ausblick auf die Neuanschaffung eines HLF in naher Zukunft wurde von der Feuerwehrführung 2003 der Antrag an den Gemeinderat gestellt, das bestehende Feuerwehrhaus der längeren Fahrzeuggeneration anzupassen und das Feuerwehrhaus dementsprechend zu erweitern.  Ende 2004 wurde dieser Antrag mit der Option erweitert an das Gebäude in dem die Feuerwehr Donndorf  und der Gemeindliche Bauhof untergebracht sind anzubauen. Lange Zeit hörte die Feuerwehr nichts von der Gemeinde zu diesem Thema, bis im Dezember 2005  der damalige Bürgermeister Klaus Hümmer an die Feuerwehr herantrat und mitteilte das die Gemeinde den ehemaligen Steinmetzbetrieb Schubert in der Forststraße gekauft hat und der Bauhof dorthin umziehen soll. Somit besteht die Möglichkeit die Räumlichkeiten des Bauhofs zum Feuerwehrhaus umzubauen.

Während der Planungsphase gab der langjährige Kommandant Karl-Heinz Zieher im Jahr 2006 seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekannt. Bei den Neuwahlen wurde der stellvertretende Kommandant Alexander Schuster als erster Kommandant und Jochen Sommer als sein Stellvertreter Gewählt. Im Jahr 2007 wurde die Idee des Umbaus  immer konkreter und es kam zu einem ersten Ortstermin im zukünftigen Feuerwehrhaus. Bürgermeister Klaus Hümmer forderte die Feuerwehr auf sich Gedanken zu machen wie eine mögliche Nutzung als Feuerwehrhaus aussehen könnte. Dieses Tat die Feuerwehrführung in zahlreichen Sitzungen. Es wurden Pläne entworfen und wieder geändert, diskutiert was die optimale Lösung wäre. Am Ende stand ein Entwurf der alle zufrieden stellte. Bei einem erneuten Ortstermin Ende 2007, wurden die Feuerwehrfahrzeuge zu einer Stellprobe in die leeren Hallen gefahren. Wenige Tage danach wurde der Entwurf der Feuerwehr dem ersten Bürgermeister Klaus Hümmer durch die Führungskräfte vorgestellt. Klaus Hümmer stand von Anfang an hinter diesem Projekt so dass seine Zustimmung und die des Gemeinderates fast sicher waren. Bei der Jahreshauptversammlung 2008 wurde den Vereinsmitgliedern das Nutzungskonzept für das Bauhofgebäude vorgestellt. Nach einigen Diskussionen waren die meisten Mitglieder davon überzeugt. Noch im Jahr 2008 hatte die Feuerwehr einen weiteren Verlust einer Führungskraft zu bewältigen. Der Vorsitzende Reiner Fichtel erklärte aus privaten und gesundheitlichen Gründen, sein Amt nicht mehr ausüben zu können. Die Neuwahlen ergaben Thorsten Franke als Vorsitzenden. Seit März 2012 werden die Geschicke des Vereins durch ihren Vorsitzenden Michael Güllner und seinen Stellvertreter Christian Hofmann geleitet, Kommandant Alexander Schuster und sein Stellvertreter Jochen Sommer wurden beide im Juni 2012 in ihren Ämtern bestätigt.

Im September 2008 gab der Gemeinderat grünes Licht zum Beginn der Umbauarbeiten. Wie für die Feuerwehr Eckersdorf selbstverständlich begannen die Mitglieder in ihrer Freizeit mit dem Umbau. Nur die Arbeiten an der Heizung, dem Fußboden, der Absauganlage und den Türen wurden von Fachfirmen ausgeführt. Etliche Quadratmeter Trockenbau wurden verbaut. Unterstützt wurden die Helfer von Architekt Greim der die Bauaufsicht übernahm, von den Mitarbeitern des Bauhofes und der Gemeinde, sowie von zahlreichen örtlichen Firmen die unentgeltlich geholfen haben. Der Feuerwehrverein spendierte während der Bauzeit die Getränke und die Brotzeit. Im November 2008 erfolgte eine außerordentliche Mitgliederversammlung auf der Baustelle im neuen Feuerwehrhaus. Hierbei konnten sich die Mitglieder über die geplante Baumaßnahme informieren und ihre eigenen Ideen mit einbringen. Im neuen Feuerwehrhaus sollte nicht nur die aktive Wehr ein neues Zuhause finden, auch für den Verein und seine Mitglieder sollte eine Unterkunft geschaffen werden in dem das Vereinsleben Spaß macht. Die erste Bewährungsprobe hatte das im Bau befindliche Feuerwehrhaus im September 2009, als erstmals die Krenfleischkerwa im neuen Haus abgehalten wurde. Die Resonanz der Bevölkerung war überwältigend. Nach zahllosen Abenden und Wochenenden, die von den Kameraden auf der Baustelle verbracht wurden, bei dem alle etwas dazugelernt hatten, konnte im Februar 2010 endgültig der Umzug von der Kanzleistraße in die neuen Räume an der Bamberger Straße erfolgen. Es folgten noch kleinere Arbeiten bis alles eingerichtet war. Auch hier stehen ein Unterrichtsraum für bis zu 60 Personen, ein Jugendraum, Büros und Werkstätten zur Verfügung. Der Fitnessraum wurde in die Schule verlegt. Die Kameradschaft mit unseren neuen Nachbarn der Feuerwehr Donndorf entwickelt sich sehr gut. Dies wurde im Juni 2010 bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses mit Gemeindefeuerwehrtag anschaulich verdeutlicht. Die Kameraden der FF Donndorf unterstützten uns an beiden Tagen sowohl mit Getränke- sowie Essenverkauf. Dies soll nicht das letzte gemeinsame Fest der beiden Wehren gewesen sein, auch bei unserem 140jährigen Jubiläum unterstützen sie uns wieder tatkräftig.

An dem von der Gemeinde Eckersdorf im Jahr 1973 angeschaffte TLF 16/25 nagt doch schon etwas der Zahn der Zeit, so dass sich der Gemeinderat im Jahr 2010 endlich dazu entschlossen hat (nach mehreren Jahren des Hinausschiebens) ein neues HLF 20/16 zu beschaffen. Die Feuerwehr organisierte, dass verschiedene Hersteller mit ihren Fahrzeugen zu einer Vorführung vorbeikamen. Der Gemeinderat zeigte sich sichtlich interessiert, so dass fast alle Ratsmitglieder anwesend waren. Im August 2010 wurde die Ausschreibung durch die Führungskräfte der Feuerwehr Eckersdorf nach ihren Wünschen verfasst. Nach einigen Hürden konnte die Ausschreibung im Februar 2011 schließlich veröffentlicht werden. Die Feuerwehr wartete nun gespannt auf die Angebotseröffnung und die Fertigstellung ihres neuen Feuerwehrautos. Im Mai 2012 war es nun endlich soweit, das neue HLF konnte bei der Fa. Rosenbauer abgeholt werden. Nach zwei Tagen mit Einweisungen vor Ort traten die sechs Kameraden die zur Abholung nach Leonding/Österreich gefahren waren am 25. Mai 2012 mit dem neuen Fahrzeug den Heimweg an. Am späten Nachmittag trafen sie mit dem neuen Fahrzeug am Feuerwehrgerätehaus ein und wurden dort schon von vielen Kameradinnen,  Kameraden und Freunden der Feuerwehr Eckersdorf erwartet. Bis in die späten Nachtstunden wurde bei einem gemütlichen Beisammensein das neue Fahrzeug und die umfangreiche Beladung von allen in Augenschein genommen. Ab dem nächsten Tag wurden intensive Ausbildungseinheiten für die neuen Gerätschaften und das neue Fahrzeug durchgeführt, denn erst wenn die Kameradinnen und Kameraden für die Technik des neuen Fahrzeugs ausreichend geschult und die Fahrer mit dem Fahrzeug vertraut sind konnten wir unser altes Tanklöschfahrzeug in seinen wohlverdienten Ruhestand entlassen. In den Fünf Wochen bis zur Fahrzeugeinweihung am 29. Juni2012 verging eigentlich kein Tag an dem nicht jemand im Feuerwehrhaus war und am neuen Fahrzeug geübt hat. Im Oktober hatten wir an einem Freitag für die Fahrer und Maschinisten nochmal eine eintägige Intensiveinweisung auf das Fahrzeug durch die Firma Rosenbauer.

Am 29. Und 30. Juni 2013 feierte die Feuerwehr Eckersdorf ihr 140jähriges Jubiläum am Schulgelände der Gemeinde Eckersdorf mit einem Festkommers mit Vereinsehrungen am Samstag und einem Festgottesdienst und Gemeindefeuerwehrtag am Sonntag.

Die Gemeinde Eckersdorf mit ihrer 1. Bürgermeisterin hat immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr. Das zeigt sich am guten Ausrüstungsstand der persönlichen Schutzausrüstung der aktiven Feuerwehrmänner und –Frauen und der Gerätschaften, denn nur gut ausgerüstete Feuerwehrmänner und –Frauen können auch effektive Hilfe leisten.

Zurzeit leisten 3 Frauen, 27 Männer und 3 Jugendliche aktiven Dienst bei der FF Eckersdorf, hiervon 15 als Atemschutzgeräteträger. Auf Grund guter Jugendarbeit, einer guten technischen Ausstattung, eines guten Ausbildungsstandes und einer guten Kameradschaft in der Wehr, ist der hohe Leistungsstand der Feuerwehr gesichert, damit die Bevölkerung sich auch in Zukunft auf „ihre Feuerwehr“ verlassen kann, gemäß unserem Motto

„Gott zur Ehr` - dem Nächsten zur Wehr“.