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Alarmierung

Die Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis Bayreuth erfolgt grundsätzlich über den Notruf 112. Der eingehende Notruf läuft für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bayreuth, bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach für Feuerwehr und Rettungsdienst - die für die Landkreise Bayreuth, Kulmbach und die kreisfreie Stadt Bayreuth zuständig ist - auf. Diese nimmt Hilfeersuchen der Bürgerinnen und Bürger über die Notrufnummer 112 entgegen, ermittelt ein Meldebild und entsendet bedarfsgerecht die entsprechenden Einsatzmittel gemäß Alarmierungsplanung, sowie der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) und begleitet anschließend den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Neben dem klassischen Notruf gehört auch die zentrale Aufschaltung von Brandmeldeanlagen (z. B. in Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Firmen, Seniorenheimen) im Leitstellenbereich zum Zuständigkeitsbereich der ILS.  

 

Je nach Meldebild des Notruf-Anrufers alarmiert die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach (ILS) über vordefinierte und hinterlegte Alarmwege (Sirene, Funkmeldeempfänger, Alarmfax) alle hierfür erforderlichen Einsatzkräfte und Einsatzmittel von Feuerwehr und Rettungsdienst, je nach Einsatzart mit dem entsprechend zutreffenden Einsatzstichwort und nach Alarmstufen. Neben der Alarmierung von Einsatzkräften der organisierten ersten Hilfe, von Feuerwehr und Rettungsdienst, fallen hierunter auch die im Katastrophenschutz mitwirkenden Einrichtungen und sonstigen am Hilfeleistungssystem beteiligten Behörden, Ämter und Institutionen.

 

 

Einsatzstichwörter sind Einsatzbegriffe - sie geben kurz und prägnant Aufschluss darüber, um welche Art von Einsatz es sich handelt. Der Anfangsbuchstabe des jeweiligen Einsatzstichwortes gibt an, welche Kategorie des Einsatzes vorliegt. Zum Beispiel steht für Brandeinsätze der Anfangsbuchstabe „B“. Die darauf folgende numerische Ziffer gibt die Alarmstufe an und welches Ausmaß der Einsatz hat. Die Zahl „1“ steht beispielsweise für kleinere Einsätze und die Zahl „6“ für Großeinsätze.

In der nachfolgenden Aufstellung sehen Sie, die unterschiedlichsten Einsatzstichwörter mit einigen Einsatzbeispielen, die den Einsatzkräften bei Alarmierung mitgeteilt werden. Diese werden nochmals je nach Objekt und Ausmaß unterschieden.

 

Brandeinsätze

  • B 1: Kleinbrand, Mülltonne, Gebüsch, Unrat
  • B 2: PKW-Brand, Kaminbrand, Wiesen-/Ackerbrand, unklare Rauchentwicklung
  • B 2 Person: wie B 2 - Personen in Gefahr, mit Menschenrettung
  • B 3: Brand Zimmer, LKW-Brand, Dachstuhlbrand, Brand Wohngebäude
  • B 3 Person: wie B 3 - Personen in Gefahr, mit Menschenrettung
  • B 4: Brand Scheune, Brand Bauernhof
  • B 5: Brand Kindergarten, Brand Schule
  • B 6: BrandIndustriegebäude, Brand Versammlungsstätte
  • B 7: wie B 6 + ein Löschzug - größere Schadenslage
  • B 8: wie B 6 + zwei Löschzüge - größere Schadenslage
  • B 9: wie B 6 + drei Löschzüge - größere Schadenslage
  • B-BMA: ausgelöste Brandmeldeanlage (BMA)
  • B Wald: Brand Wald
  • B Zug: Brand Personenzug oder Güterzug
  • B Boot: Brand Wasserfahrzeug
  • B Schiff: Brand großes Schiff
  • B Straßentunnel: Brand in Tunnel
  • B Elektroanlage: Trafobrand, Brand Elektroanlage
  • B Atom: Brand mit atomaren Stoffen
  • B Bio: Brand mit biologischen Gefahrstoffen
  • B Chemie: Brand mit chemischen Gefahrstoffen
  • B Explosion: Explosion, Detonation
  • B Schiff: Brand Schiff
  • B Schienentunnel: Brand Schienenfahrzeug in Tunnel

 

technische Hilfeleistungseinsätze

  • P Zug: Person unter Zug
  • P eingeklemmt: Person eingeklemmt
  • P Rettung aus Höhen und Tiefen: Person droht zu springen, Person in Schacht
  • P verschüttet: Person verschüttet, Tiefbauunfall
  • P Strom: Stromunfall
  • P Wohnung: Notfall-Türöffnung
  • P Aufzug: Person in Aufzug
  • P Straßenbahn: Person unter Straßenbahn
  • P U-Bahn: Person unter U-Bahn
  • Rettungskorb: Rettung verletzter/erkrankter Personen mit Drehleiter
  • THL Atom: Freisetzung radioaktiver Stoffe
  • THL Bio: Freisetzung biologischer Gefahrstoffe
  • THL Chemie: Freisetzung chemischer Gefahrstoffe
  • THL Wasser: Tauchereinsatz
  • THL 1: Baum auf Fahrbahn, Ölspur, Keller unter Wasser
  • THL 2: Person in Maschine, mehrere eingeklemmte Personen
  • VU 1: Verkehrsunfall, ohne eingeklemmte Person
  • VU 2: Verkehrsunfall, mehrere PKW oder LKW - ohne eingeklemmte Personen
  • VU 3: Massenkarambolage, Massenunfall
  • VU Zug: Unfall Personenzug oder Güterzug
  • VU Flugzeug 1: Unfall oderNotlandung Kleinflugzeug
  • VU Flugzeug 2: Unfall oder Notlandung Passagierflugzeug
  • VU Schiff Kollision: Kollision Schiff
  • VU Schiff Leck: Leckgeschlagenes Schiff
  • VU Straßenbahn: Unfall Straßenbahn
  • VU Zug: Unfall Personenzug oder Güterzug, Zugkollision
  • Gebäudeeinsturz: Einsturz Gebäude
  • Großtierrettung: Rettung Großtier
  • Geruch: undefinierbarer Gasgeruch
  • Gasaustritt: Gasaustritt, Gasausströmung
  • Gefahrstofffund klein: geringe Mengen hochentzündlicher Flüssigkeiten
  • Benzin aus PKW: auslaufender Kraftstoff aus PKW
  • Öl Land: großflächiger Ölschaden
  • Öl Wasser: Öl auf Gewässer
  • Unwetter: Beseitigung von Sturmschäden, Wasserschaden im Gebäude
  • Bombendrohung: drohendes Attentat
  • Bombenfund: Kampfmittelfund

 

Sonstige Einsätze

  • Erkundung: Lagererkundung
  • Hilfe/Sonstiges Feuerwehr: Hilfeleistungen aller Art
  • Überörtlicher Einsatz: Anforderung aus benachbarten ILS-Bereich
  • Beleuchtung: Ausleuchten Unfallstelle
  • Hubschrauberlandung: Ausleuchten Landeplatz
  • Tragehilfe: Trageunterstützung für Rettungsdienst

 

 

 

weitere Informationen zur Integrierten Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach finden Sie: hier

 

Text u. Bild FF Gefrees